Insektenhotel eingeweiht/ Fader Beigeschmack

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Bürgerverein fördert Wildbienen und Co.

Im Beisein unseres Oberbürgermeisters Jürgen Krogmann, Elisabeth Woesner (leitet die Ökologische NABU-Station für das Oldenburger Land) und den tatkräftigen Unterstützern wurde am 7. März das Insektenhotel seiner Bestimmung übergeben. Einige Bienen konnten die Eröffnung nicht abwarten und belegten schon frühzeitig ein paar Röhren.

Karsten Mohr hatte mit der Firma AKTIONGRUEN , Stefan Brenzinger, Köln, einen Kontakt aufgenommen. Für uns wurde quasi ein Prototyp dieser Nisthilfe für Wildbienen erstellt. Es besteht auch ein Kontakt zur Stadt Oldenburg, dass diese bestenfalls weitere Nisthilfen ordert und aufstellt. Eine großteilige Infotafel am Standort informiert über das Verhalten und die Entwicklung der Insekten.

Ein „fader Beigeschmack“ entstand deshalb, weil eine sehr aktive Anwohnerin der Maria-von-Jever-Straße „im Auftrag fragender Kinder“ unseren Ideengeber Karsten Mohr, mehrere Vorstandsmitglieder, den NABU-Oldenburg und unseren Oberbürgermeister Jürgen Krogmann anschrieb/anrief, um mit „mit Blick auf die Kinder um ein Versetzen der Bienenanlage bat“, weil die Anlage „mitten auf der Auslauffläche des kleinen Rodelhügels“ stand. In einer Schilderung der Sachlage an die Anwohnerin stellte unser Vorsitzender Gustav Backhuß-Büsing heraus, dass die Halterungen des Insektenhotels einbetoniert seien und deshalb ein Versetzen nicht möglich sei.

Daraufhin kam von der Anwohnerin die Antwort, dass „wir zur Kenntnis nehmen, dass Sie die Interessen der Kinder nicht berücksichtigen wollen und nicht ausreichende Ortskenntnisse besitzen“. Im Zusammenhang mit Einwendungen gegen die seinerzeit geplante Anlage eines Basketballplatzes bei der NWZ schrieb sie abschließend „In diesem Zusammenhang erfuhr dieser Stadtteil, dass Sie ihre subjektive Meinung über die Interessen der Anwohner stellen und leider keine Vermittlerposition einnahmen. Ihre Reaktion entspricht unseren Erfahrungen und Erwartungen.“

Diese einzelne Stellungnahme betrübt uns aber nicht. Alle Beteiligten standen am 7. März auch oben auf dem Rodelberg und fragten sich, welches Problem diese Dame in den doch eher seltenen Schnee-Wintermonaten hat.

Text: Gustav Backhuß-Büsing

Fotos: Heike Dexter