Tolles Marktangebot und besondere Etzhorner Vogelwelt
Am Wochenende 16./17. Mai war beim Bürgerverein Etzhorn das Ehepaar Corina und Kay Fuhrmann „im Einsatz“.
Corina hatte am sonnigen Samstag den seit Jahren angebotenen Pflanzenmarkt auf dem Parkplatz beim SV Eintracht Oldenburg am Hellmskamp mit zwölf Ausstellern organisiert. Ein großes Angebot insbesondere von Tomatenpflanzen in vielen Sortenvariationen, weitere Gemüsepflanzen, Stauden, Sträucher und vieles mehr rundeten ein interessantes Programm und vielen Kaufinteressierten ab.
Die Aussteller waren durchweg zufrieden, sie zahlen keine Standgebühr. Noch viel mehr kauffreudige Etzhorner hätten durchaus zu einer größeren Zufriedenheit der Aussteller gesorgt, doch sind insgesamt die Marktangebote in dieser Zeit nicht selten.












Die gleichzeitig von Heike Dexter angebotene Cafeteria wurde gerne in Anspruch genommen, so dass SV Eintracht am Ende eine erfreuliche Spende übergeben werden konnte.
Am Sonntag waren die Wetteraussichten nicht so rosig, doch durch die sehr unterschiedlichen Habitate (Wald, Büsche, Wiesen, Wasser) konnte unser Kay Fuhrmann mal wieder mit seinem Wissen bei der ornithologischen Wanderung durch unseren Stadtteil glänzen. Mit 18 Teilnehmenden und zwei Hunden traf man sich wie bei diesem Stadtteilrundgang üblich, am Wendehammer des ehemaligen Etzhorner Bahnhofs.
Ab 10 Uhr führte uns der vertraute Rundweg entlang der Alten Braker Bahn zu den Etzhorner Büschen, über die gleichnamigen Weiden, zum Kleinen Bornhorster See und über den Ellerholt zurück. Mit 55 Arten (darunter Bunt-, Grün- und Schwarzspecht) hatten wir das Ergebnis des vergangenen Jahres um acht Vogelarten sogar überboten. Die Führung unter Leitung des ehrenamtlichen Landschaftswartes Kay Fuhrmann führte entsprechend in die Landschaftsräume Geest und Moormarsch.



Hart am Geestrand zum Ipweger Moor gelegen, ist Etzhorn ein guter Ausgangspunkt für vogelkundliche Wanderungen. Einerseits mussten wir erleben, wie die Landwirtschaft dem Bereich der Etzhorner Weiden über Jahre der Intensivbewirtschaftung einen „stummen Frühling“ beschert hat. Mais- und Grasäcker in einem ausgeräumten und überdüngten Landstrich lagen in bedrückenden Stille. Vor Jahren waren hier noch Feldlerche und Kiebitz ständige Brustgäste.



Dafür waren dann abseits der Agrarflächen, am Kleinen Bornhorster See die Nachtigallen wieder verlässlich zu hören und dieses Mal auch besonders gut zu sehen. Die zweieinhalbstündige Führung hielt in diesem Jahr mit einer wunderbar freisitzenden Waldohreule an ihrem Nest am Gelände unseres Sportvereins, eine besondere Überraschung für die, wie immer sehr interessierten Gäste der Bürgervereinswanderung, parat.
Text: Kay Fuhrmann/Gustav Backhuß-Büsing
Fotos: Heike Dexter

