Sommerzauber Harz mit Überraschungen
Wir staunten nicht schlecht, als uns zu unser vierten Bustagesfahrt ein kurzfristig von der Firma Wiards gecharterter Doppeldeckerbus in Etzhorn abholte. Oben im Bus konnten wir gerade im Harz eine besondere Aussicht genießen.
Unser Fahrer Michael I. fuhr uns zunächst ins „Windbeutel-Paradies No. 1“ unmittelbar an der Okertalsperre. Bei einem Panoramablick schmeckte uns das Mittagsmenü.


Der Reiseleiter Michael II. übermittelte uns bei der anschließenden Fahrt Richtung Wernigerode viel Wissenswertes. Der menschengemachte Klimawandel und die Trockenheit waren an den Wasserständen der Talsperren deutlich zu erkennen. So ist die Okertalsperre derzeit mit 25 % gefüllt, es gab jedoch schon schlechtere Zeiten. Da das Wasser nicht als Trinkwasser benötigt wird, wird der Wasserstand als nicht so dramatisch gewertet.


Dramatischer dagegen ist der Zustand der Fichten im Harz. Einerseits sterben die flachwurzelnden Fichten unterstützt vom emsigen Borkenkäfer einen langsamen Tod. Gegenmaßnahmen werden teilweise ergriffen, doch wie zum Beispiel in Bayern setzt man auf nachwachsende Laubbäume, was jedoch noch viele Jahre dauern wird.


Im sehr gut besuchten Wernigerode führte Michael II. uns rund um das historische und sehenswerte Rathaus. Die Stadt ist immer einen Besuch wert.













Überrascht wurde unsere Reisegruppe von einer beeindruckenden, wenn auch sehr ruckelnden, Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn von Drei Annen nach Elend. Auf der Fahrt zu unserem Windbeuteltermin lernten wir z.B. Altenau, weitere Talsperren und Braunlage kennen.



Die meisten unserer Teilnehmer waren vom Windbeutel mit viel Sahne und Heidelbeersoße ziemlich beeindruckt, ein Gläschen „Schierker Feuerstein“ sorgte für Wohlbefinden im Magen.


Unser Reiseleiter Michael II. erklärte uns, dass das „Windbeutel-Paradies No. 1“ sich in zweiter Generation befindet und patentiert wurde.
Glücklich und erschöpft vom langen Tag erreichten wir gegen 21 Uhr Oldenburg. Wir waren von dem interessanten Programm, den vielen Eindrücken und Erlebnissen sehr beeindruckt. Einzig unsere gesundheitlich etwas „angeschlagene“ Teilnehmerin Erika war etwas traurig und wehmütig, mit über 91 Jahren sollte diese Tagesfahrt ihre letzte gewesen sein.
Text: Gustav Backhuß-Büsing
Fotos: Heike Dexter

