Wanderung zu Etzhorner Tümpeln und Teichen

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Um die vielen kleinen Lebewesen, die sich an hiesigen Rückhaltebecken und anderen Kleingewässern vorkommen zu entdecken, trafen sich ein Dutzend Wanderer zu der vom Bürgerverein alljährlich angekündigten Exkursion am 30. August.

Ab 15 Uhr führten uns die Fuß- und Gehwege des Etzhorner Gewerbe-gebietes um den Mittelkamp/Frieslandstraße zu einer Auswahl der vielen hier angelegten, floristischen- und faunistischen Kleinodien mit ihren feuchten bis nassen Lebensräumen. Die Führung unter Leitung von Kay Fuhrmann (Naturschutzbeauftrager im Vorstand des Bürgervereins, zugleich ehrenamtlicher Landschaftsschutz für den Geestrand) ließ uns Tiere und insbesondere seltene Pflanzen an insgesamt sieben Teichen kennenlernen. Besonders letztere sind Überbleibsel der alten Heiden die hier einst auf der Geest des Etzhorner Nordens die Landschaft prägten. Die auf Heideweiher und feuchte Senken spezialisierten Arten haben Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte als Samen im Boden überlebt, bis neue Gewässer entstanden die einen Lebensraum für die aufkeimenden, oft winzigen Arten boten.Einige dieser Arten gibt es im Stadtgebiet ausschließlich an einzelnen Gewässern bei uns in Etzhorn wie etwa die Flutende Moorbinse oder der Flutende Sellerie.

Nach rund zwei Stunden lag eine schöne „Tümpeltour“, auf der es auch Libellen und Heuschrecken zu entdecken gab, nach anfänglichem Schauer gefolgt von bestem Wetter, hinter uns.

Dabei war die enorme Trockenheit, wenn nicht sogar Dürre, an unseren Gewässern sichtbar. Von den sieben aufgesuchten Teichen waren vier bis auf kleine noch vorhandene Pfützen so gut wie ausgetrocknet.

Text: Kay Fuhrmann

Fotos: Heike Dexter